Im Vergleich mit anderen Cloud-Systemen
Worin sich MuteCloud von CloudNet, TimoCloud und SimpleCloud unterscheidet und wann ein anderes System die bessere Wahl ist.
CloudNet, TimoCloud und SimpleCloud betreiben seit Jahren Minecraft-Netzwerke, und alle erledigen die Kernaufgabe: Server aus Vorlagen starten, sie mit einem Proxy verbinden und Gruppen nach oben und unten skalieren. Das macht MuteCloud auch. Die Unterschiede liegen darin, wie es gebaut ist und was von Haus aus dabei ist.
Auf einen Blick
| MuteCloud | Typisches Java-Cloud-System | |
|---|---|---|
| Läuft als | eine Programmdatei, etwa 10 MB RAM | eine Java-Anwendung mit eigener JVM |
| Java | bringt pro Gruppe eine eigene Laufzeit mit, Java 8 bis 25 nebeneinander | muss installiert werden, eine Version für die Cloud |
| Konsole | eingebauter Dienst, kein screen oder tmux | oft eine screen- oder tmux-Sitzung |
| Konfiguration | TOML-Dateien, die die Cloud nie umschreibt | JSON-Dateien, die die Cloud auch selbst schreibt |
| Vorlagen | übereinander gestapelte Schichten | Ordner, die pro Gruppe kopiert werden |
| Plugin- und Vorlagen-Updates | Rollout Server für Server ohne Ausfallzeit | Neustart der betroffenen Server |
| Schutz vor Angriffen | Schutzschild eingebaut | eigener Dienst oder selbst eingerichtet |
| Web-Dashboard | eingebaut | Modul oder Fremdprojekt |
| Umstieg | übernimmt CloudNet, TimoCloud und SimpleCloud | entfällt |
| Preis | kostenlos | kostenlos |
| Quellcode | noch nicht öffentlich, geplant | Open Source |
Was das in der Praxis heißt
Nichts zu installieren. MuteCloud ist eine einzige Datei. Es lädt die Java-Version herunter, die jede Gruppe braucht, und legt sie neben die Cloud. Ein Systemupdate kann das JDK so nicht mehr unter laufenden Servern austauschen, und ein 1.8-Netzwerk kann neben einer aktuellen Version auf demselben Rechner laufen.
Deine Konfiguration bleibt deine. Gruppen sind TOML-Dateien, die du lesen, kommentieren und in Git ablegen kannst. MuteCloud liest sie und schreibt sie nie zurück, es gibt also keinen Diff nach jedem Start und keine Einstellung, die sich heimlich ändert.
Eine Änderung, jeder Server. Vorlagen sind Schichten: Ein Plugin in der globalen Vorlage ist für jede Gruppe da, die sie verwendet. Ein Rollout startet zuerst einen Ersatz mit dem neuen Stand und lässt einen alten Server erst leerlaufen, wenn der neue bereit ist, so fällt eine Gruppe nie unter ihr Minimum. Dauerhafte Server werden an Ort und Stelle erneuert und behalten ihre Welt.
Schutz und Überblick inklusive. Das Schutzschild filtert Bot-Wellen, Ping-Fluten und Login-Fluten vor dem Proxy heraus und behält dabei die echten IPs der Spieler bei. Warnungen gehen an Discord oder einen beliebigen Webhook, und Dashboard, Metriken und Absturzberichte sind Teil der Cloud statt eigener Projekte.
Der Umstieg ist kein Sprung ins Ungewisse. mutecloud migrate --from <path> liest eine
bestehende Installation ein, übernimmt Gruppen, Vorlagen, dauerhafte Server und
Netzwerkeinstellungen und lässt die alte Installation unberührt. Zurück heißt: die alte Cloud
wieder starten.
Wann ein anderes System besser passt
- Du brauchst den Quellcode schon heute. CloudNet, TimoCloud und SimpleCloud sind Open Source. MuteCloud ist kostenlos, aber sein Quellcode ist noch nicht öffentlich.
- Du hängst an einem bestimmten Modul. Netzwerke, die um ein Modul einer anderen Cloud herum gebaut sind, nutzen es dort weiter. MuteCloud hat seine eigene Bridge-API, und Plugins, die gegen die API einer anderen Cloud geschrieben sind, müssen angepasst werden.
- Deine Rechner laufen auf ARM. MuteCloud gibt es derzeit nur für x86-64.
Unsicher, ob MuteCloud zu deinem Netzwerk passt? Frag auf Discord.
MuteCloud
Ein kostenloses Cloud-System für Minecraft-Netzwerke, geschrieben in Rust. Eine einzige Programmdatei betreibt Proxys und Spielserver von Minecraft 1.8 bis zur aktuellen Version.
Häufige Fragen
Preis, Plattformen, Voraussetzungen, Support und Umstieg: die Fragen, die man sich stellt, bevor man sich für MuteCloud entscheidet.